Swiss Private Equity & Corporate Finance Association
Schweizerische Vereinigung für Unternehmensfinanzierung
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Medienmitteilung SECA zum Thema KAG Revision

Während wir von der SECA ursprünglich aufgrund der einschneidenden Bestimmungen in den diversen Entwürfen der Europäischen Alternative Investment Fund Manager Directive („AIFM-D“) befürchteten, vom Europäischen Markt ausgeschlossen zu werden, erachten wir heute die Gefahr einer überstürzten und überschiessenden Regulierung durch die Revision des Schweizer Kollektivanlagegesetzes höher als die einer Regulierungslücke. Es braucht bei der FINMA einen dringenden Wake-up Call! Noch immer scheint FINMA Direktor Patrick Raaflaub Private Equity mit Hedge Fonds zu verwechseln, zuletzt öffentlich an einer Veranstaltung in Luzern, was die zusätzliche Regulation begründen (oder rechtfertigen?) soll.

Vor allem die folgenden Gründe haben zu unserer Einschätzung beigetragen, dass die FINMA eine schlechte Regulierung plant, welche auch die schärfsten EU-Regulatoren nicht ins Auge fassen:

  • Im Bestreben, für den Passport-Manager zu qualifizieren, führt der Revisionsentwurf diverse neue Regulierungen ein, die weit über die Anforderungen der AIFM-D hinausgehen, ja mit der Richtlinie gar nichts mehr zu tun haben. Aufgrund wiederholter Äusserungen von ausländischen Kollegen und Behörden, sind wir heute der Ansicht, dass der „Schweizer Passport“ viel zu schwerfällig ausfallen wird, als dass er sich in der Praxis durchsetzen könnte.
  • Die erwähnten überschiessenden Regulierungen drohen jedoch das noch bestehende Schweizer Geschäft – vor allem das Asset Management auf Delegationsbasis (Art. 20 AIFM-D) und den Vertrieb- zu ersticken, so dass uns zum Ende auch diese Geschäftsbereiche verloren gehen. 
  • Anderseits ist unser Verband besorgt über die mangelnde Berücksichtigung von Venture Capital und Private Equity im KAG-Entwurf. Die Schwellenwerte, vor allem die Euro-500-Mio.-Schwelle, fehlen. Die Tatsache, dass die EU nun Venture Capital ausserhalb der AIFM-D regeln will, ist nicht berücksichtigt. Und letztlich ist das ganze KAG-Gesetz auf herkömmliche Fonds und nicht auf Private Equity Strukturen ausgerichtet, obwohl sich die beiden in fast allen wesentlichen Punkten unterscheiden.
  • In der definitiven Version ist die AIFM-D in Art. 20 liberaler geworden, insofern eine lokale Regulierung des Drittland-Portfolioverwalters nicht mehr zwingend erforderlich ist. Überdies wird das Gesetz auf der Level-II-Ebene teilweise massiv abgeschwächt und angepasst. Eine Schweizer Regulierung ist deshalb zu früh und nicht zwingend erforderlich.

Wir danken allen Leserinnen und Lesern wie auch allen betroffenen Behörden für die effiziente Behandlung dieses Revisionsprojekts. Aus den erwähnten Gründen befürworten wir heute jedoch eine Verschiebung der KAG-Revision.

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